Der Druckminderer für Wasser - ein wesentlicher Bestandteil der Hausinstallation

Druckminderer in der Trinkwasserleitung dienen dazu, den Betriebsdruck des Systems innerhalb der Haustechnik zu regeln und auf einem konstanten Wert zu halten. Rohrleitungen, Behälter und Einbaugeräte wie beispielsweise Warmwasserbereiter sind in der Regel auf einen maximalen Betriebsdruck von 10 bar ausgelegt. Allerdings liegt der Ruhedruck bei nur 5 bar. Wird dieser Wert überschritten, kommt es zu unerwünschten Geräuschbildungen in den Armaturen. Der Eingangsdruck aus der Versorgungsleitung kann noch höher liegen, deshalb müssen Druckminderer mindestens 16 bar, besser noch 25 bar aushalten können.

Wir sprechen hier übrigens ausschließlich von Druckminderern für Wasser. Der ebenfalls gängige Begriff Flaschendruckminderer beispielsweise bezieht sich nur auf Gase bzw. Gasflaschen.

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Der Druckminderer für Wasser - ein wesentlicher Bestandteil der Hausinstallation

Druckminderer in der Trinkwasserleitung dienen dazu, den Betriebsdruck des Systems innerhalb der Haustechnik zu regeln und auf einem konstanten Wert zu halten. Rohrleitungen, Behälter und Einbaugeräte wie beispielsweise Warmwasserbereiter sind in der Regel auf einen maximalen Betriebsdruck von 10 bar ausgelegt. Allerdings liegt der Ruhedruck bei nur 5 bar. Wird dieser Wert überschritten, kommt es zu unerwünschten Geräuschbildungen in den Armaturen. Der Eingangsdruck aus der Versorgungsleitung kann noch höher liegen, deshalb müssen Druckminderer mindestens 16 bar, besser noch 25 bar aushalten können.

Wir sprechen hier übrigens ausschließlich von Druckminderern für Wasser. Der ebenfalls gängige Begriff Flaschendruckminderer beispielsweise bezieht sich nur auf Gase bzw. Gasflaschen.

Druckminderer Funktion

Druckminderer arbeiten ähnlich wie Sicherheitsventile, nämlich mit Feder und Membrane. Die Feder befindet sich im oberen Teil, der so genannten Federhaube. Sie lässt sich mit einem Stellrad an der Spitze spannen oder entspannen, bis der gewünschte Hinterdruck erreicht wird. Dazu drückt die Feder auf die Membrane, die wiederum den Wasserdurchfluss reguliert. Will man beispielsweise den Hinterdruck von 4 auf 5 bar erhöhen, wird die Feder entspannt. Der Eingangsdruck hebt die Membrane an, die Öffnungen im unteren Teil des Druckminderers vergrößern sich, so dass mehr Wasser hindurchfließt und der Druck schließlich die gewünschten 5 bar erreicht.

Einbauposition der Apparatur

Druckminderer werden innerhalb des Hausanschlusses direkt hinter dem Wasserfilter eingebaut. Es gibt allerdings auch kombinierte Druckminderer mit Filter, in diesem Fall erfolgt die Montage hinter dem KFR-Ventil und dem Wasserzähler. Wichtig ist außerdem, dass der Einbau spannungsfrei und an einer zentralen, frostgeschützten Stelle durchgeführt wird. Die zentrale Lage verhindert die Entstehung von unterschiedlichen Drücken in den Kalt- und Warmwassernetzen. Fachleute empfehlen überdies, vor und hinter dem Druckminderer Wasser ein Absperrventil anzuordnen, um Wartungsarbeiten zu vereinfachen.

Vorschriften für Einbau und Wartung

Ein Druckminderer muss nicht zwangsweise in das System integriert werden, sondern nur dann, wenn:

  • der Eingangsdruck höher liegt als 5 bar oder
  • mehr als 75 % des Ansprechdrucks für das Sicherheitsventil beträgt.


Die Norm DIN 1988 T.8 legt fest, dass die Funktionen eines Druckminderers einmal pro Jahr durch einen Fachmann oder einen geschulten und in die Materie eingewiesenen Betreiber geprüft werden müssen. Zudem sollten Feder, Membran und Regelventil etwa alle zwei bis drei Jahre durch neue Komponenten ersetzt werden. Diese Wartung muss ein Fachmann durchführen. Zum Austausch eines kompletten Druckminderers werden die Absperrventile geschlossen und das restliche Wasser über das KFR-Ventil abgelassen. Anschließend können die Verschraubungen gelöst, das alte Gerät entfernt und ein neues mit den gleichen Abmessungen eingebaut werden.

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